Wieviel mehr kostet ein Elektroauto?

Das Experiment „alternative Fortbewegung“ wird nicht günstiger als die fossile Variante. Das war mir durchaus bewusst. Aber wieviel mehr kostet der Spass nun wirklich?

Für unseren smartED habe ich das mal im hochgerechnet: Das „smart fortwo electric drive cabrio“ hat im Vergleich zum „smart fortwo passion cabrio“ mit vergleichbarer Ausstattung einen ca. 26% höheren Neupreis (netto, ohne Batterie). Aber wie hoch wird der Unterschied in der monatlichen Nettobelastung nach Berücksichtigung aller Anschaffungs-, Betriebskosten und Steuereffekte bei einem angenommenen Grenzsteuersatz von 42%?

Unter den Voraussetzungen:

  • Betrieb als Dienstwagen (Freiberuf)
  • Leasing 3 Jahre
  • Anzahlung 4.000 Euro netto
  • 10.000 KM Laufleistung / Jahr
  • Spritpreis 1,60 Euro (brutto, Super), Verbrauch ca. 5 Liter / 100 KM
  • Strompreis 22 ct/ kWh (brutto, Ökostrom), Verbrauch ca. 16 kWh / 100 KM
  • Instandhaltung + Fahrzeugpflege
  • Steuer + Versicherung
  • Verteilung der Anschaffungsnebenkosten auf die Leasingdauer
  • Installation Stromanschluss Garage
  • Berücksichtigung der Batterie-Sonderregelung bei der 1%-Regel

kostet der smart electric drive 365 Euro und der smart passion 296 Euro pro Monat. Damit ergibt sich eine monatliche Nettomehrbelastung von 69 Euro, also 23% mehr.

Nun… das ist mir Elektromobilität mit Ökostrom wert…

12 Gedanken zu „Wieviel mehr kostet ein Elektroauto?

  1. Danke für die offene Aufrechnung, daraus kann man viel ersehen.
    Was ich jedoch nicht in die Kalkulation fest einrechnen würde, wäre der Stromanschluss. Du hast ja auch keinen Posten „Tankstellen-Anschluss“. 😉

    Nee, mal im Ernst, kannst Du die Ladebox als Einzelposition mal beziffern? Danke.

    • Das ist noch nicht mal die Ladebox, sondern eine einfache „Streckdose“. Trotz Neubau hatten wir in der Tiefgarage noch nicht mal 220V und ich hab mir für 500 Euro (netto) einen Anschluss legen lassen müssen. Das wären in der Kalkulation 9 Euro pro Monat. Bleiben 60 Euro Differenz.

  2. Hi Alex,

    ich spiele mit dem gleichen Gedanken. Allerdings ist mir klar geworden, dass man das nicht mit Geldbeträgen rechnen darf. In deiner Aufstellung fehlen die Strecken, die man mit dem Pkw macht und für die der Akku nicht reicht. Die ÖPNV Kosten kommen noch oben drauf. Unter Einbeziehung dieser Rechnung wird der Benefit der Verbrenner noch besser. Daher: Saubere Mobilität ist teuer. Der Gesetzgeber muss aber was tun, damit unsaubere Mobilität zu Gunsten der sauberen teurer wird. Dann wird ein Schuh draus.

    • Hi Frank, da ich seit 10 Jahren smart-Fahrer bin und Langstrecken eh mit Bahn / Flug absolviere macht das für mich keinen großen Unterschied. Ich hatte mit dem alten smart gerade mal durchschnittlich 7.500 km / Jahr. Ich wahr erstaunt wie „gering“ bei mir der Aufpreis ist. Mit dem ein oder anderen Kniff ist der sogar noch geringer.. 😉

  3. Hi Alex,
    ich bin mir noch nicht sicher, ob die ganze E-Mobil Geschichte schon wirklich gut ist. Einerseits muss man sich immer die Frage stellen, wo der Strom auch wirklich her kommt und zum andern ist die Herstellung eines Akku’s und vorallem die Entsorgung ein enormer Aufwand.
    Wasserstoff klingt für mich am vernünftigsten und ist aus meiner Sicht dann auch irgendwann mal das Richtige (keine ahnung wie lange das noch dauert).

    Aber dank dem schönen Drehmoment machen die E-Flitzer auch schon Spaß.

    lg
    Simon

  4. BITTE ERST INFORMIEREN !!!

    „Wasserstoff klingt für mich am vernünftigsten“ ist FALSCH !!!
    Woher kommt denn der Wasserstoff ???
    DAS IST ENERGIEVERSCHWENDUNG AUF GANZ HOHEM NIVEAU !
    Dampfreformation aus Erdgas oder Elektrolyse …

    Mit dem Elektrolyse-Strom fuer einen Wasserstoff-PKW kann man 3-5
    EVs betreiben !!!

    Wo mein Strom HERKOMMT kann ich beeinflussen – wo der Sprit herkommt
    will man ja lieber garnicht erst wissen … oder ?!

    In diesem Sinne – 5 Jahre OHNE !!! in solch einem EV …
    Ein Film sagt mehr als 1000Worte – daher
    http://www.youtube.com/watch?v=XAiM3Vm3C6k

    Die AKTIVEN EV-Fahrer kann man hier KONTAKTIEREN:
    http://www.elweb.info

    • Die Wasserstoffproduktion ergibt AKTUELL noch keinen Sinn.
      In 10 Jahren, wenn wir nachts nicht mehr wissen, wohin mit all dem (Offshore)Windstrom, sieht das sicherlich anders aus.
      Darüber hinaus werden wir in den nächsten 15 Jahre wohl keine Akkus sehen, die vom Volumen, Gewicht und Preis her 500 km Reichweite bei Autobahgeschwindigkeit ermöglichen,

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